Kopf-Nackenschmerzen leicht erklärt

Viele Menschen klagen mehr oder weniger über Kopfschmerzen und obwohl Kopfschmerzen anzeigen, dass mit unserem wichtigsten Körperteil – dem Kopf – etwas nicht stimmt, nehmen viele diese Symptome einfach so hin. Mache Dir bitte bewusst, dass der Kopf der Träger Deines Gehirns und damit Ihres Bewusstseins ist. Alles, was Du denkst und erlebst, wird im Gehirn verarbeitet und sichert Dir aktiven und bewussten Alltag. Nur wenn sich Dein Kopf im Alltag schmerzfrei, klar und locker anfühlt, kannst Du die maximale Lebensqualität genießen.

Eine ärztliche Abklärung und Diagnosestellung bedeuten bei Kopfschmerzen oft nur einen ersten Hinweis, der meist in Schulterzucken und Tabletten mündet, weil die wirklichen Ursachen nicht gesehen werden.

Mittlerweile wurde die Kopfschmerzproblematik in über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen eingeteilt und eine richtige Kopfschmerzindustrie, bestehend aus Studien, Universitäten, Laboren, Krankenhausabteilungen und Pharmamittelherstellern, beschäftigt sich mit diesem Thema. Auf der einen Seite, weil es eine starke Nachfrage gibt und auf der anderen Seite, weil es auch ein lohnendes Geschäft ist.

Das wäre alles vollkommen in Ordnung, wenn es dazu führen würde, die Menschen zu heilen und glücklich zu machen. Ich habe nur noch keinen Patienten erlebt der, vollgepumpt mit Opiaten und Schmerzmitteln, glücklich und schmerzfrei ist. All diesen Patienten ist eigentlich bewusst, dass sie nur die Symptome unterdrücken und Angst vor den Nebenwirkungen der Medikamente haben. Meistens sind die Kopfschmerzen trotz Medikamenteneinnahme präsent und die Patienten fühlen sich zusätzlich den ganzen Tag benommen und leicht schwindelig.

Die internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS = International Headache Society) teilt die unterschiedlichen Kopfschmerzen in zwei verschiedene Arten ein:

1. Kopfschmerzen, die keiner bestimmten Ursache zuzuordnen sind
(Wird auch idiopathischer bzw. primärer Kopfschmerz genannt.)

Dazu zählen vonseiten der Schulmedizin 90 Prozent der Kopfschmerzen. Unter anderem werden Migräne, Spannungskopfschmerzen und Clusterkopfschmerzen hier eingeordnet.
These: Wenn die universitäre Medizin bei neunzig Prozent der Kopfschmerzen keine Ursache herausfindet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie im falschen Bereich nach den wirklichen Auslösern sucht.

Auch hier gilt der Leitsatz:

„Unterstütze auf natürliche Art und Weise den Körper bestmöglich, damit er durch eine bessere Regulation seine Schmerzauslöser selbst abbauen kann.“

2. Kopfschmerzen, die als Resultat bestimmter Krankheiten ausgeprägt werden
(Dies wird auch symptomatischer Kopfschmerz genannt.)

Bei verschiedensten Erkrankungen können als Begleitsymptom Kopfschmerzen auftreten. Dazu zählen Infektionen im Kopfbereich, Verletzungen, Gehirntumore und Erkrankungen im Augen- und Ohrenbereich. Auch Medikamente oder der Entzug von Drogen können Kopfschmerzen auslösen.

Hilfe: Auch bei diesen Arten von Kopfschmerzen können natürliche Methoden eine nebenwirkungsfreie Linderung der Schmerzen herbeiführen. Sie müssen dann nur regelmäßig wiederholt werden, solange die Grunderkrankung besteht.

Zur Einteilung und zur Ursachenfindung ist folgende 10-Punkte -Kopfschmerz-Checkliste ein erster Schritt und erleichtert dem Therapeuten die Arbeit. Bei mir in der Praxis arbeite ich bei komplexem Schmerzgeschehen zusätzlich mit einem 20-seitigen Anamnesefragebogen, um die genauen Ursachen zu ergründen.

Wann treten die Kopfschmerzen auf?

  1. Wie oft treten die Kopfschmerzen auf? (z. B. 1x pro Woche)
  2. Wie lange dauert ein Schmerzintervall an?
  3. Bestehen die Schmerzen fortlaufend?
  4. Werden die Kopfschmerzen durch irgendetwas ausgelöst?
  5. Wo treten die Schmerzen am Kopf auf?
  6. Was führt zu einer Verbesserung? Wie hilfst Du Dir?
  7. Wie ist die Schmerzqualität? (pochend, stechend, drückend)
  8. Werden Medikamente eingenommen?
  9. Bestehen andere Erkrankungen?

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zunächst ist es nicht falsch, einen Arzt aufzusuchen, um möglichst schlimmere Schmerzursachen auszuschließen. Spätesten aber dann, wenn nur Schmerzmittel gegeben werden, solltest Du nach alternativen Möglichkeiten suchen. Es gibt fünf Alarmzeichen für Kopfschmerzen, die einen Arztbesuch erforderlich machen:

  1. Neue Symptome wie Übelkeit und Erbrechen kommen dazu!
  2. Episoden von Bewusstlosigkeit.
  3. Ständiges, starkes Druckgefühl im Kopfbereich.
  4. Die Schmerzen verstärken sich relativ plötzlich, trotz Medikamente.
  5. Es zeigen sich noch zusätzlich Wesensänderungen, Lähmungen, Fieber, hoher Blutdruck und Sehstörungen.

Diagnoseverfahren bei Kopf-Nackenschmerzen

Aufzeichnung der Hirnströme (EEG)

Die Elektroenzephalografie (EEG) zählt nicht zu den Standarduntersuchungen bei Kopfschmerzen. Gerade bei Migräne erhofft man sich so, weitere Ursachen zu finden. Meistens wird das EEG mit einer Reizüberflutung aus visuellen und akustischen Reizen kombiniert. Dabei wird ein Haarnetz mit Elektroden, die die Hirnströme messen, angebracht. So wird dann festgestellt, ob eine Übererregbarkeit des Nervensystems im Kopfbereich vorliegt.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Ungefähr bei jedem fünften Kopfschmerz-Patienten wird ein bildgebendes Verfahren hinzugezogen. Das Mittel der Wahl ist dabei meistens die Magnetresonanztomographie. Damit lassen sich auch feine Hirnstrukturen wie Nerven, Tumore, Gefäßveränderungen (z. B. Aneurysma) und Hirnhäute sichtbar machen und nach krankhaften Veränderungen untersuchen.

Computertomografie (CT)

Dieses bildgebende Verfahren wird bei akuten und sehr starken Kopfschmerzen eingesetzt, weil man relativ schnell und sicher Einblutungen, Schädelverletzungen und Gefäßverschlüsse feststellen kann. Soll der Schädelknochen oder die Nasennebenhöhlen untersucht werden, kann auch die Computertomografie eingesetzt werden.  

Nervenwasseranalyse
mittels Liquorabnahme

Mit dieser Analyse kann zum Beispiel eine Entzündung, ein Abbauprozess, eine Tumorerkrankung oder eine Infektion diagnostiziert werden. Das Punktieren selbst ist nicht sehr schmerzhaft. Die Lumbalpunktion kann jedoch wiederum heftige Kopfschmerzen nach sich ziehen.

Bestimmung von Blutwerten

Um die Schmerzursachen genau abzuklären, ist erst einmal die Aufnahme eines Blutbildes zu empfehlen. Hierbei sollten die Entzündungswerte, Schilddrüsenwerte und auch Nierenwerte ermittelt werden. So wurde zum Beispiel bei Migränepatienten eine Veränderung der Membranlipide festgestellt. Das sind bestimmte Fettverbindungen, die bei der äußeren Zellhaut eine wichtige Rolle spielen.  

Röntgen

Liegt auf Grund des Schmerzbildes der Verdacht nahe, dass die Kopfschmerzen ihre Ursache in der Halswirbelsäule haben, so wird mittels Röntgen dieser Bereich untersucht.

Ultraschalluntersuchung

Kommt es zu einer ruckartigen Belastung im Hinterkopf-Nackenbereich, so ist vor der Behandlung eine Ultraschallabklärung angezeigt, um eine mögliche Einblutung an der Gefäßwand festzustellen.  

Hinweise zu den schulmedizinischen Diagnoseverfahren:

Alle schulmedizinischen Diagnoseverfahren sind auch mit Nebenwirkungen behaftet, oder stehen in Verdacht, negative Auswirkungen auf das Gewebe zu haben. Deshalb ist dringend von dem häufigen Gebrauch dieser Diagnoseverfahren abzuraten.

Häufig arbeitet man in der Schulmedizin mit den besten technischen Apparaturen, um eine möglichst genaue Diagnose zu stellen. Leider hört der Fortschritt oft bei der Behandlung auf und es läuft doch auf Schmerztabletten und in seltenen Fällen bei Kopfschmerzen auf eine Operation als Behandlung hinaus. Und beide Behandlungswege – Schmerzmittel und Operation – setzen nicht an der Ursache an.

Trotz modernster Gerätetechnik hat es die Schulmedizin nicht geschafft, einfache natürliche Verfahrensweisen zu entwickeln, die Kopfschmerzen auf natürlichem nebenwirkungsfreiem Weg behandeln.

Durch die sehr differenzierte Herangehensweise mit über 200 Kopfschmerzarten, sehen viele Ärzte den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und um überhaupt etwas zu machen, werden einfach Schmerzmittel verschrieben.

Aus den Patientenberichten in meiner Praxis lässt sich entnehmen, dass zwar eine Anamnese gemacht wird und auch Empfehlungen zur gesunden Lebensführung gegeben werden, aber einfache Fragen, wie zum Beispiel nach der täglichen Wasseraufnahme, komplett ausgeblendet werden. Dabei ist ein Trinkplan, der eine gute Wasserversorgung des gesamten Körpers sicherstellt, die absolute Grundlage zur Schmerzfreiheit bei Kopfschmerzen.

Das Leid eines Kopfschmerzpatienten ist vielen Therapeuten nicht bewusst. Da ich selbst keine Kopfschmerzen bei mir kenne und deshalb nur vermuten konnte, wie schlimm diese sind, war mir selber am Anfang meiner therapeutischen Arbeit nicht bewusst, wie viel Leid mit Kopfschmerzen verbunden sind. Erst als ich eine jüngere Kopfschmerzpatientin behandelte, die schon Selbstmordabsichten äußerte, wurde mir das Leid bewusst. Als sie dann eine wesentliche Schmerzreduzierung mit der Therapie erreichte, schilderte sie mir, dass ihre Mutter sich das Leben wegen ihrer Kopfschmerzen genommen hatte und sie jetzt schon dasselbe Schicksal befürchtet hatte.

Wie man dem oben genannten Beispiel entnehmen kann, ergibt sich häufig eine familiäre Häufung und wenn Ärzte dies herausfinden, haben sie häufig endlich eine Diagnose gefunden. Das ist dann halt so! Sie müssen diese Schmerzmittel nehmen und Ihre Kopfschmerzen werden sie behalten, weil ihre Gene für die Schmerzen verantwortlich sind. Schon häufig habe ich diese Argumentation bei Schmerzpatienten gehört und allermeistens stellte sich heraus, dass es die Lebensumstände waren, die für den Schmerz sorgten und mit entsprechender Therapie die Kopfschmerzen sehr gut behandelbar waren.

Viele Ärzte vergessen, dass auch ein Schmerz, zum Beispiel an der Stirn oder an den Schläfen, von den funktionellen Gegebenheiten abhängt. Fragen wie: „Wie verspannt ist die Muskulatur?“, „Gibt es Muskelverhärtungen, wie Myogelosen?“, „Sind die Faszien verklebt?“, „Gibt es drahtseilartige Faszienstränge?“, „Liegt eine Entzündungssituation vor?“, „Wenn eine Entzündungssituation vorliegt, welche Auslöser hierfür gibt es?“, spielen oftmals keine oder kaum eine Rolle.

Viele Patienten beschreiben mir nach der ersten oder zweiten Behandlung, dass sie schon nicht mehr daran geglaubt hatten, dass sie selbst auch etwas gegen die Kopfschmerzen tun können. Durch die Diagnose waren sie wie gelähmt und wussten keinen Ausweg. Erst jetzt durch die Behandlung und das Selbsthilfeprogramm merken sie, wie viel sie auch selbst zu einer Schmerzbefreiung bei Kopfschmerzen beitragen können.

Als ich einmal eine Kooperation mit einem bekannten Sportmediziner aufbauen wollte, meldete ich mich einfach im Wartezimmer an und ging den Patientenweg, um mit ihm Kontakt aufzunehmen. Ich wartete geschlagene zwei Stunden, bis ich aufgerufen wurde. Patienten berichten mir von ähnlichen Situationen – von einer bis fünf Stunden ist alles möglich. Für mich war das noch relativ einfach, aber wenn Du Dich als Kopfschmerzpatient von Arzt zu Arzt schleppen und stundenlang warten musst, geht alle Lebensqualität verloren. Warum? Weil Du zusätzlich zu den Schmerzen und dem Stress keine Verbesserung hast. Im Gegenteil: das Warten und die Ungewissheit zermürbt Dich immer mehr. Damals im Wartezimmer fasste ich die Vision, Menschen zu zeigen, was sie tun können gegen ihre Schmerzen, anstatt stundenlang im Wartezimmer zu sitzen.

Schmerzmittel als Therapie bei Kopfschmerzen

Für viele Menschen ist es wie ein Kaubonbon. Ich habe Kopfschmerzen, also gönne ich mir eine Schmerztablette, damit ich sie schnell loswerde ohne zu hinterfragen, warum ich sie habe und was ich vielleicht tun könnte, damit sie auf natürliche Art und Weise gelöst werden. Das macht natürlich niemand mit Absicht, sondern es ist heutzutage ganz normal mit den Kopfschmerzen so umzugehen.

Ärzte, Kliniken und Werbung suggerieren uns, dass es der einzige, schnellste und beste Weg wäre, aber dem ist nicht so. Denn neben den Ursachen, die nicht beseitigt werden, sind zusätzlich die Nebenwirkungen der Schmerzmittel immer mehr präsent. Zweitausend Menschen sterben jährlich an den Folgen der Einnahme von Medikamenten. 

Um die Wirkungen und die damit verbundenen Nebenwirkungen einmal genauer zu schildern, hier folgende Auflistung der wichtigsten Schmerzmittel:

Neben diesen ganzen Verfahren und Medikamenten, die ja noch keine grundlegende Verbesserung des Zustandes herbeiführen, gibt es einen natürlichen Weg der Achtsamkeit und der Ursachenfindung, um auf der Basis einer effektiven und nebenwirkungsfreien Therapie eine Lösung zu finden.

Dazu möchte ich Dich gerne einladen.

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Kopfschmerzen bei Kindern

Confused woman - people feeling confusion and chaos. Indecisive, disorientated and bewildered woman stressed with headache over decision making. Girl in 20s on blackboard background. Asian / Caucasian

Gerade bei Kindern ist man häufig doppelt vorsichtig und geht deshalb schnell zum Arzt. Da ich selber Kinder habe, weiß ich wie stark man in so einer Situation unter Druck steht.

Und in speziellen Fällen lässt man selbstverständlich auch alles vom Kinderarzt abklären, aber meistens setze ich einfache und natürliche Behandlungen ein, um die Schmerzen zu lindern.

Warum?

Das Problem ist, dass viele Ärzte bei Kindern kaum eine Möglichkeit der Behandlung sehen, weil viele Medikamente zu starke Nebenwirkungen hervorrufen würden.

Diese sollten auch nie ohne ärztliche Rückversicherung gegeben werden.

So sollten Kinder zum Beispiel keine Acetylsalicylsäure einnehmen, kurz ASS, weil bei versteckten Infekten eine starke Beeinträchtigung von Gehirn und Leber hervorgerufen werden könnte.

Hier sind zehn Tipps, was man bei Kopfschmerzen mit Kindern tun könnte:

  1. Viel zu trinken geben.
  2. Für frische Luft sorgen und tief atmen lassen.
  3. Eine Massage im Kopf-Nackenbereich
  4. Leichte und langsame Streckübungen mit Kopfdrehung.
  5. Längere Zeit baden oder duschen.
  6. Obst und Salat essen lassen, zum Beispiel Banane, Äpfel und grüner Lieblingssalat.
  7. Histaminhaltige Lebensmittel meiden.
  8. Nochmals viel trinken – Tee und Fanta sind damit nicht gemeint, sondern Wasser oder wasserverdünnte Säfte.
  9. Wenn das alles nicht hilft, eine homöopathische Lösung suchen.
  10. Diese Tipps miteinander kombinieren.

Meistens kann schon allein mit diesen Maßnahmen eine schnelle, natürliche Linderung erreicht werden. Selbstverständlich sollte man bei Steigerung und Anhalten der Kopfschmerzen den Kinderarzt aufsuchen.

Kopfschmerzen – Harte Fakten

Schaut man sich diese Zahlen an, bekommt man ein Gefühl für dieses Volksleiden.

  • 54 Millionen Menschen in Deutschland leiden an wiederkehrenden, bzw. chronischen Kopfschmerzen.

  • Man unterscheidet inzwischen über 200 Arten von Kopfschmerzen.

  • Grob werden die Kopfschmerzen in welche mit erkannter Ursache und welche ohne Ursache eingeteilt.

  • 900.000 Menschen haben täglich Kopfschmerzen in Deutschland

  • Spannungskopfschmerzen und Migräne nehmen mit 90 % den Großteil der Schmerzen ein

  • 100.000 Menschen sind pro Tag wegen Migräne arbeitsunfähig

  • 71 Prozent der Deutschen geben an, Kopfschmerzen gehabt zu haben

Wenn Du selbst betroffen bist, siehst Du, dass Du nicht allein bist, sondern hunderttausende Dein Schicksal teilen. Deshalb schauen wir uns jetzt die häufigsten Kopfschmerzarten an und besprechen auch erste Schritte zu einer Schmerzlösung.

Der Spannungskopfschmerz aus schulmedizinischer Sicht
(Kopfschmerz vom Spannungstyp)

Damit ein schulmedizinisch arbeitender Arzt Kopfschmerzen zu den „Kopfschmerzen vom Spannungstyp“ zuordnen kann, müssen folgende Diagnose-Kriterien erfüllt sein:

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Damit ein schulmedizinisch arbeitender Arzt Kopfschmerzen zu den „Kopfschmerzen vom Spannungstyp“ zuordnen kann, müssen folgende Diagnose-Kriterien erfüllt sein:

  1. Der Interwall für Spannungskopfschmerzen liegt zwischen 30 Minuten und einer Woche.

  2. Übelkeit, Erbrechen dürfen nicht als Begleitsymptome auftreten.

  3. Schmerzen, die als Druckgefühl wahrgenommen werden.

  4. Der Schmerz betrifft sowohl die linke als auch die rechte Kopfseite.

  5. Der Schmerz wird meistens als gerade noch so erträglich beschrieben.

  6. Unter körperlicher Belastung wird der Schmerz nicht wesentlich stärker.

  7. Der Kopfschmerz vom Spannungstyp tritt häufig periodisch auf.

  8. Die Diagnose wird gestellt, wenn mindestens zehn Spannungs-Kopfschmerzperioden aufgetreten sind.

  9. Die Perioden können selten oder gehäuft auftreten.

  10. Die chronische Form des Spannungskopfschmerzes ist die stärkste Variante und sollte unbedingt behandelt werden (entspricht mindestens einer Häufigkeit von 180 Tagen/ Jahr).

Findet der Arzt diese Kriterien vor, wird die Diagnose Kopfschmerz vom Spannungstyp gestellt und es erfolgt die schulmedizinische Behandlung.

Da Kopfschmerzen mittlerweile fast eine Volkskrankheit wie Schnupfen sind, gehen viele Betroffene nicht zum Arzt. Sicherlich mit dem Hintergrund, dass dieser selten die Ursache des Problems erfasst und löst.

So werden Schmerzmittel und verschiedenste Hausmittel eingenommen und ausprobiert, um den Lebensqualität raubenden Kopfschmerz loszuwerden. Das ist selbstverständlich keine langfristige Lösung, da die Schmerzen ein eindeutiges Warnsignal darstellen und bei dauerhafter Ignoranz und Fehlbehandlung zu schlimmeren Krankheitsbildern führen könne

Die schulmedizinische Behandlung von Spannungskopfschmerzen  

Die Schulmedizin ist sich über die eigentliche Schmerzursache noch nicht einig. Man findet zwar verspannte Muskeln im Kopf-Nackenbereich und man vermutet einen Zusammenhang, aber man ist sich noch darüber unklar, wie genau der Schmerz ausgelöst und verarbeitet wird.

Bei dieser Schmerzverarbeitung versucht man einzuhaken und die Schmerzweiterleitung und Wahrnehmung zu unterbinden. Dazu werden verschiedenste Schmerzmittel verschrieben und empfohlen.

Vorsicht bei der häufigen Einnahme von Schmerzmitteln!

Jedes Schmerzmittel ist mit Nebenwirkungen behaftet und hat wiederum auch die Möglichkeit Kopfschmerzen auszulösen. Man spricht direkt vom schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz.

Zur Anwendung kommt die 10-Tage-Regel. Schmerzmittel sollten nie häufiger als 10 Tage pro Monat eingenommen werden. Da ich schon häufig Patienten behandelt habe, die regelmäßig Schmerzmittel einnahmen, kann ich nur vor der Dauereinnahme warnen. Der Stoffwechsel und die Schmerzwahrnehmung werden immer unnatürlicher und es können sich systemische Erkrankungen entwickeln.

Des Weiteren werden noch Entspannungsübungen, Ausdauertraining sowie Maßnahmen zur Stressreduzierung empfohlen. Um Kopfschmerzen vorzubeugen, wird seitens der Schulmedizin auch zur Einnahme von Antidepressiva geraten. Damit meint man chronische Spannungskopfschmerzen schon im Ansatz zu verhindern.

Fazit:

Es ist völlig unzureichend, was die Schulmedizin bei so einem starken Leidensbild liefert. Die Schmerzen sind auf diesen Wegen nicht ursächlich behandelbar. Aus meiner Erfahrung heraus ist das nicht unbedingt böse Absicht, auch wenn natürlich eine patentierte Pille mehr Geld auf Dauer bringt, als eine natürliche und funktionelle Schmerztherapie.

Meistens versucht der behandelnde Arzt aus seinem Wissenshintergrund heraus, die bestmögliche Variante zur Behandlung zu finden. Er kann aber keinen funktionellen und natürlichen Therapieansatz einleiten, weil dieser nicht in der Arztausbildung gelehrt wird. Dies haben mir schon mehrere Ärzte bestätigt. Deshalb ist es so wichtig, wirklich andere Wege zu beschreiten, wie ich sie zum Beispiel im nächsten Kapitel beschreibe.

Der Spannungskopfschmerz aus Sicht der funktionellen Schmerztherapie

Schon allein der Name gibt einen ersten Hinweis auf die möglichen Ursachen.

Warum?

Wenn mir Patienten die Schmerzen detailliert beschreiben und ich genau zuhöre, kann ich die Ursache oft schon heraushören, bzw. zwischen den Zeilen verstehen. Weil der Patient selbst das genaueste Bild des Schmerzes vermittelt – durch seine tausenden Rezeptoren im Körper – viel genauer als die meisten Diagnosegeräte.

Wie wird also der Spannungskopfschmerz von den meisten Patienten wahrgenommen?

Die meisten Patienten beschreiben einen Ring, der sich um den Kopf auf Stirnhöhe zieht und immer enger wird, also eine erhöhte Spannung. Oder anders ausgedrückt, sie haben das Gefühl einen Hut zu tragen, der immer enger wird. Manche berichten auch, sie hätten das Gefühl, dass ihr Kopf in einem Schraubstock steckt, der langsam zugezogen wird.

Es geht also um ein Schmerzbild, was durch ein Engegefühl beschrieben wird. Die Schmerzen werden auch als drückend und ziehend empfunden und treten beidseitig auf. Gleichzeitig beschreiben die Betroffenen starke Verspannungen im Kopf-Nackenbereich!

Drehen wir das Rad der Zeit ein bisschen zurück und stellen uns einfach vor, wir hätten noch nicht diese ganzen Wunderpillen zur Verfügung und würden noch wirklich nach den Ursachen suchen.

Dann würde man eins und eins zusammenzählen und sagen, diese als Schmerz wahrgenommenen Spannungen passen gut zu den Verspannungen, die meistens begleitend auftreten und deshalb entstehen die Kopfschmerzen. Genau so ist man auch herangegangen und nannte den Kopfschmerz deshalb früher auch Muskelkontraktions-Kopfschmerz.

These:

Warum man von dieser Herangehensweise abgekommen ist?

Eine Haupttriebkraft in der Schulmedizin ist es, patentierte Medikamente herzustellen. Das lässt sich natürlich schlecht mit einer Diagnose begründen, die auf Muskelverspannungen beruht.

Als Zweites ist zu vermuten, dass die Werkzeuge Muskelverspannungen zu lösen nicht so umfassend bekannt waren, wie es für eine deutliche Schmerzreduzierung notwendig ist.

Und Drittens ist man sich gleichzeitig nicht der vielen Faktoren bewusst, die Verspannungen auslösen können. Versucht man also nur symptomatisch die Verspannungen wegzumassieren wird man keinen Erfolg haben.

Deshalb ist man aus meiner Sicht von der Diagnose „Muskelkontraktions-Kopfschmerz“ abgerückt und zu einem allgemeineren Begriff – dem Spannungskopfschmerz – ohne bekannte Ursache gewechselt.

Schauen wir uns nun genau an, wie die Spannungs-Kopfschmerzen entstehen können.

Wenn Du Dir das obige Muskel-Faszien-Anatomiebild anschaust, siehst Du, wie die Muskeln des Halsbereiches in eine platte Bindegewebssehne, die über den Kopf zieht, übergehen. Man könnte durchaus von einem Gürtel bzw. Helm aus Faszien sprechen. Dessen Spannungszustand wird über die Muskeln des Halsbereiches definiert.

Bei der von mir konzipierten und entwickelten VITARTIC -Schmerztherapie gibt es drei Hauptbereiche, die zu mehr als neunzig Prozent eine Schmerzsituation beschreiben.

Der erste Bereich ist der Faszienschmerz. Im faszialen Bindegewebe sind eine Unzahl von Rezeptoren vorhanden, die ständig den Gesamtzustand des Bindegewebes messen. Sind die wichtigen grundlegenden Eigenschaften des Gewebes, wie Dehnbarkeit, Nachgiebigkeit und Flüssigkeitsaustausch gefährdet, kommt es ab einer gewissen Schwelle zur Schmerzschaltung. Dabei werden ziehende, drückende oder auch brennende Schmerzen beschrieben.

Zusammenfassung – Fazit:

Also stimmen hier schon zwei Fakten überein. Erstens, der Schmerzort ist meistens dort wo man die Faszien findet – direkt helmartig über den Kopf ziehend als weißes Gewebe dargestellt. Zweitens deckt sich die Schmerzwahrnehmung mit der Schmerzbeschreibung beim Faszienschmerz.

Der zweite Bereich bei der VITARTIC -Schmerztherapie ist der Spannungszugschmerz. Dieser passt nicht nur vom Namen her zu den Spannungskopfschmerzen, sondern auch von seiner Entstehung, seinem Ablauf und seiner Funktion her. Durch immer verspanntere Muskeln wird der Anpressdruck auf die Bandscheiben der Halswirbelsäule erhöht. Kurz bevor diese den Formschluss aufgeben und auf den Nerv Druck ausüben würden, wird ein meistens sehr heftiger Warnschmerz geschaltet. 

Der Auslöser sind die verspannten Muskeln, die Tag für Tag durch einseitige, verkürzende Bewegungsmuster fehltrainiert werden. Sehe Dir einfach die folgende Abbildung an. Ich habe extra diese Abbildung gewählt, damit klar wird, dass durch die Zugrichtung der Muskeln, dargestellt durch die Kraft-Pfeile, ein immenser Druck auf die Bandscheiben der Halswirbelsäule ausgelöst wird. Dies ist vielen Therapeuten, Orthopäden und Schmerzbetroffenen nicht bewusst. Sie machen oft genau das Gegenteil vom therapeutisch, physikalisch Sinnvollen, sie kräftigen die Muskulatur und erhöhen so den Zug der Muskeln und damit den Druck auf die Bandscheiben.

Und so wirkt sich das Ganze auf die Bandscheibe aus:

Jetzt meinen bestimmt einige: an den Bandscheiben und den Muskeln tut es gar nicht weh, denn ich habe ja Kopfschmerzen. Sie vergessen dabei, dass der Kopf sehr sensibel ist. Tauchen in seiner Umgebung Dysbalancen auf, werden diese zuerst im Kopf als Schmerz geschaltet. Viele Patienten berichten auch, dass der Schmerz im Nacken anfängt, dann hochzieht in den Kopf und sich mit der Zeit ein starker Kopfschmerz aufbaut.

Meistens sind die beiden Vorgänge zur Schmerzentstehung, der Faszienschmerz und der Spannungszugschmerz, miteinander verknüpft und bedingen einander.

Der dritte Hauptbereich bei der VITARTIC -Schmerztherapie sind Entzündungsprozesse. Entzündungen liegen meistens punktförmig und auf einer Seite. Deshalb würde ich sie nicht als Auslöser zu den Spannungszugschmerzen mit dazu zählen. Sehr wohl können sie aber die anderen Kopfschmerzarten, wie Migräne und Clusterkopfschmerz, mit auslösen.

Hier eine Erstinformations-Checkliste, wie man seine Spannungskopfschmerzen zumindest mindern kann. Da das Schmerzbild mit seinen Auslösern trotzdem sehr komplex und individuell sein kann, würde ich immer eine therapeutische Beratung empfehlen, um gezielt einzugrenzen, welche Muskeln und welche Faszien aus welchen Gründen die Schmerzen herbeiführen.

1. Viel Wasser trinken

Faszien und Muskeln können nur entspannen, wenn sie ausreichend Wasser bekommen und das ist gerade bei den Muskeln und Faszien im Kopf-Halswirbelsäulenbereich notwendig.

2. Wärme zuführen

Hier kann ein Kirschkernkissen oder die Rotlichtlampe helfen. Ich selbst finde, ein heißer, intensiver Wasserstrahl beim Duschen entspannt gut. Achtung: Keine elektrische Wärme, wie Heizkissen, verwenden.

3. Leichte Dehnübung

Durch das langsame und längere Ausführen von Dehnübungen, wird die Entspannung der Muskeln nachhaltig unterstützt.

4. Stress abbauen

Manchmal ist Stress ein weiterer Faktor bei der Schmerzentstehung. Durch Entspannung in der Rückenlage kann der Schmerz gemindert werden.

5. Bildschirmarbeit

Eine starre Kopfhaltung begünstigt den Spannungskopfschmerz. Und gerade bei der Bildschirmarbeit ist der Kopf in einer starren Dauerposition. Deshalb gilt es so häufig wie möglich diese zu meiden, bzw. durch Übungen auszugleichen.

6. Baden

Auch eine warme Wanne mit ätherischen, entspannungsfördernden Ölen, kann den Spannungskopfschmerz mindern. Hierzu immer ausreichend trinken.

7. Entsäuerung

Eine Übersäuerung des Körpers ist ein zusätzlicher Faktor, der die Muskelspannung verstärkt und die Faszien verkleben lässt. Deshalb ist die gezielte, schrittweise Entsäuerung auch ein integraler Teil der VITARTIC -Therapie.

Kopfschmerzen – jetzt geplant und systematisch vorgehen

Immer wieder erlebe ich in der Praxis Kopfschmerzpatienten, die schon jahrelang mit ihren Kopfschmerzen herumdoktern und nicht so richtig vorwärtskommen. Wenn Sie nach den ersten ein, zwei Behandlungen Erfolge spüren, kommen immer zwei Aussagen von den Patienten:

„Hätte ich das doch nur früher gewusst und mich über Kopfschmerzen anders informiert!“
„Das war mir schon irgendwie bekannt, aber ich habe es nicht so geplant und systematisch eingesetzt.“

Damit Du nicht weiter im Nebel der vielen Möglichkeiten wanderst, gibt es bei mir die Möglichkeit eines Beratungsgespräches. Das ist natürlich nur für eine begrenzte Anzahl von Schmerzbetroffenen möglich und deshalb bitte ich bei der Entscheidung für eine Beratung Folgendes zu bedenken:

1. Wirklich nur anmelden, wenn mittlere bis stärkere Spannungskopfschmerzen bestehen.

2. Nur wenn Du bereit bist, Übungen und Gesundheitsstrategien in den Alltag einzubauen, macht das Beratungsgespräch Sinn.

3. Es wäre gut, wenn Du mir mit der Anmeldung Deine volle Mitarbeit zusicherst, damit wir zusammen Deine Kopfschmerzen reduzieren, bzw. komplett lösen können.

Trifft das zu, dann melde Dich jetzt an und nutze die Chance auf ein kostenloses Beratungsgespräch.

Trage Dich jetzt ein:

Der Migräne-Kopfschmerz

Fakten zum Migräne-Kopfschmerz

  • Neben den Spannungskopfschmerzen die häufigste Kopfschmerzart.  
  • Häufige Erkrankungen in der Jugend.  
  • Frauen leiden häufiger an Migräneanfällen.  
  • Es handelt sich um plötzliche, sehr schmerzhafte, an- und abschwellende Kopfschmerzen.  
  • Dabei kann der oder die Betroffene eine Aura vor der eigentlichen Migräneattacke bekommen. (Aura: Seheinschränkung, Blitze, Übelkeit)  
  • Schmerzanfall dauert vier Stunden bis drei Tage.  
  • Betroffene ziehen sich zurück, in abgedunkelte
    Zimmer.Lärm-, Licht-, Geruchsempfindlichkeit

Die Aura beim Migränekopfschmerz

Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat erfasst, dass nur ungefähr 15 % der Migränepatienten vorher eine Aura erleben. Sie ist der signifikanteste Vorbote eines Migräneanfalls. In den allermeisten Fällen tritt sie 30 bis 60 Minuten vor der eigentlichen Migräneattacke auf.

Meistens beginnt die Aura schwächer und steigert sich langsam bis zum Höhepunkt, sodass schon viele Betroffene reagieren und entsprechende Medikamente zu sich nehmen. Man unterscheidet bei der Aura zwischen optischen und sensiblen Wahrnehmungsstörungen.

Optische Wahrnehmungsstörungen treten einseitig links oder rechts im Gesichtsfeld auf. Dabei kann es zu Lichtblitzen, Flimmererscheinungen, Zickzacklinien oder Flecken im Sichtbereich kommen.

Vorsicht für alle Autofahrer!

Sobald dieser Prozess startet, gilt es rechts heranzufahren und zu pausieren.

Sensible Wahrnehmungsstörungen können als Taubheitsgefühle und Kribbeln im Gesicht, im gesamten Kopf- oder Schulter-Armbereich wahrgenommen werden. Auch Lähmungs- und Sprachstörungen können auftreten. Bitte unbedingt abklären, wegen der Differenzialdiagnose zum Schlaganfall.

Der Migränetest

Solltest Du Dir noch nicht sicher sein, ob Du wirklich Migräne hast und ob die Kopfschmerzen zu diesem Krankheitsbild passen, dann beantworte folgende zehn Fragen mit Ja oder Nein.
Je mehr Fragen mit Ja beantwortet werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Migräne vorliegt:

  1. Handelt es sich um einen plötzlichen, anfallsartigen Kopfschmerz?
  2. Werden die Kopfschmerzen durch körperliche Belastung verstärkt?
  3. Ist der Alltag durch die Kopfschmerzen stark in der Lebensqualität eingeschränkt?
  4. Liegt eine starke Lärmempfindlichkeit vor?
  5. Gibt es das Bedürfnis, sich in einen abgedunkelten Raum zurückzuziehen?
  6. Liegt eine starke Geräuschempfindlichkeit vor?
  7. Gibt es eine Tendenz zu Übelkeit und Erbrechen?
  8. Halten die starken Kopfschmerzepisoden mindestens zwei Stunden an?
  9. Tritt diese Art der Kopfschmerzen immer wieder auf?
  10. Gibt es vor der eigentlichen Schmerzattacke eine Aura, also ankündigende Symptome?

Wenn mindestens fünf bis acht Fragen mit Ja beantwortet wurden, kann man mit hoher Sicherheit von einer Migräne ausgehen. Überwiegen zusätzlich die Migräneattacken im Verhältnis zu den schmerzfreien Tagen, oder zeigt sich eine Steigerung der Häufigkeit, Intensität oder Länge, dann spricht man von einer chronischen Migräne.

Die Ursachen von Migräne-Kopfschmerz aus schulmedizinischer Sicht

Die genauen Ursachen sind noch nicht erforscht. Man vermutet aber, dass es mit dem Serotoninstoffwechsel zusammenhängt. Durch eine noch nicht schulmedizinisch erforschte Ursache, ist das Gehirn so stark gestresst und wird mit Botenstoffen geflutet, dass es alle Möglichkeiten nutzt, um diese zu senken.

Diese Aktivierung führt wiederum zu einem Mangel an wichtigen Botenstoffen, zum Beispiel Serotonin, und damit zu einer Verstärkung von Entzündungen und kleinsten Gefäßverletzungen.

Bei der Beobachtung der Migräneattacken hat man schon gewisse Trigger erkannt, die die Migräne auslösen und deshalb bei der schulmedizinischen Therapie eine Rolle spielen.

Folgende Trigger sind bekannt:

  1. Stress
  2. Schlafmangel
  3. Bestimmte Nahrungsmittel
  4. Kaffee /Kaffeeentzug
  5. Medikamente /Medikamentenentzug
  6. Wetterwechsel
  7. Hormonelle Schwankungen (Hormonpräparate)
  8. Sauna, extremer Sport
  9. Lange Bildschirmarbeit
  10. Alkohol
  11. Hoher Histamin-Gehalt in Lebensmitteln
  12. Zusätze, wie z. B. Glutamat

Die Ursachen von Migräne aus naturheilkundlicher funktioneller Sicht

Wenn ich Schmerzpatienten mit diesem Krankheitsbild in der Praxis habe, dann ist immer bemerkenswert, wie fokussiert sie auf einzelne Trigger und auf ihre rechtzeitige Medikamenteneinnahme sind. Das ist nachvollziehbar, wenn man begreift, wie ihnen beigebracht wurde, dass das die einzige Möglichkeit ist, einer Migräneattacke zu entkommen. Ich erkläre ihnen dann das Fassmodell, um ihnen aufzuzeigen, dass sie die Ursachen unterdrücken und sich nur symptomatisch auf die Schmerzattacke einlassen. Sie haben den Blick für das Gesamtbild verloren und sehen ähnlich, wie viele Ärzte nach einem langen Studium, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Bevor wir uns auf Ursachen- und Lösungssuche begeben, nur noch kurz ein Gedanke: „Der menschliche Körper, das Gehirn wird alles tun, um einen Migräneanfall zu verhindern. Dies ist kein normaler natürlicher Vorgang, da ein Migräneanfall, im Rahmen unserer Evolution, zum Aussterben bei harten Lebensbedingungen geführt hätte. Es muss sich also um ein Notprogramm handeln, welches aufgrund der heutigen Lebensweise vom Körper gestartet wird!“.

Das Fassmodell

Wenn wir uns den Körper wie ein großes Fass vorstellen, in das Tag für Tag gesunde und giftige Stoffe eingefüllt werden, so bekommt man eine kleine Idee von den wirklichen Ursachen.

Einen Teil der giftigen Stoffe kann der Körper über seine sieben Entgiftungswege entsorgen. Durch unsere heutige Lebensweise, mit zu vielen denaturierten Nahrungsmitteln, zu großer Nahrungsmenge und zu großer Aufnahme von Umweltgiften, wird das Fass immer mehr gefüllt. Die Entgiftungswege sind überfordert.

Dies beginnt schon im Mutterleib, wenn die Mutter ihre Giftstoffe über die Nabelschnurversorgung an das ungeborene Baby weitergibt und setzt sich fort mit der überlasteten Muttermilch, die das Baby trinkt. (Anmerkung: Trotzdem ist die Muttermilch die gesündeste und beste Babynahrung. Nur sollte die Mutter am besten schon vor der Schwangerschaft entgiften.)

Dann gibt es vielleicht am Anfang Komplikationen, aber durch das Wachstum des Kindes, wächst auch die Füllmenge, sodass das Kind rein theoretisch besser mit den aufgenommenen Giftstoffen klarkommen würde, wenn es nicht neue Giftstoffe aufnehmen muss. Ist dieses Fass nun randvoll gefüllt und alle Möglichkeiten zur  Kompensation  sind ausgereizt, kommt es zu Notprogrammen, um trotz der Giftstoffe ein Überleben des Körpers zu ermöglichen.

Je nachdem welcher Körperteil, welches Gewebe, welches Organ oder welche Zellen am meisten mit Giftstoffen überlastet sind, kommt es dort zur Ausprägung einer schwerwiegenden Krankheit als Notprogramm.

Genauso verhält es sich mit der Migräne. Um also der Migräne ursächlich zu begegnen, sollten folgende sieben Prinzipien verinnerlicht werden:

  1. Die Migränetherapie sollte eine ganzheitliche Therapie sein, die den ganzen Körper berücksichtigt.

  2. Schmerzmedikamente und eine Konzentration auf die Trigger sind nur eine Scheinlösung.

  3. Als Betroffener sollte ich schon handeln, während es mir gutgeht, um die Migräne zu vermeiden.

  4. Ich brauche eine schonungslose und genaue Anamnese, um die Ursachen herauszukristallisieren.

  5. Es kann ein langwieriger und schwieriger Prozess sein, um die Migräne endlich ganz loszuwerden. Kleine Erfolge stellen sich meistens am Anfang schon ein und sind wegweisend.

  6. Umweltgifte, die vor allem am Kopf verabreicht werden, sollten sofort weggelassen werden.

  7. Auch das Muskel-Fasziensystem, der Stoffwechsel und die Makro- und Mikronährstoffsituation sollte berücksichtigt werden

Jeder Therapeut handelt natürlich nach seinen Erfahrungen und seinen Überzeugungen. Deshalb kann ich jetzt nicht für andere Therapeuten und Therapien sprechen, sondern nur vermitteln, wie ich in einem solchen Fall in der Praxis vorgehe.

Das vier Schritte  VITARTIC -Programm bei Migränekopfschmerz

1. Die Anamnese

Wenn ich bei der Kurzanamnese feststelle, dass es sich um ein stark entwickeltes, chronifiziertes Krankheitsbild handelt, dann setze ich eine ausführliche Schmerzanamnese ein, um ein genaues Bild über mögliche Ursachen und Auslöser zu bekommen.

Insgesamt werden über 50 Fragen in ca. 10 Teilanamnesen gestellt, so zum Beispiel eine Ernährungsanamnese, eine Resilienzanamnese und eine Bewegungsanamnese.

2. Das Stoffwechselprogramm

Schon während der Patient in der Praxis vor Ort ein effektives Entgiftungsverfahren durchläuft, wird er genau unterrichtet, welche Schritte er gehen muss, um mit einem gezielten Stoffwechselprogramm die Migräne zu lösen.

Dabei spielt die Aktivierung der sieben Entgiftungswege eine große Rolle, um das „Fass zu leeren“ und ein zukünftiges Überlaufen zu verhindern. Mit diesem Programm wird der Körper so versorgt, dass seine natürliche Arbeitsweise ablaufen kann und er kein Notprogramm mehr benötigt.

3. Die Untersuchung des
muskulär-faszialen Kopf-Nackenbereichs

Durch meine jahrzehntelangen Erfahrungen in diesem Bereich, hat sich eine effektive Mischung aus Neuropressurpunkten (Druckpunkten) und Massagen entwickelt, die schmerzauslösende Spannungen in ein bis zwei Behandlungen stark mindert.

Interessant ist hierbei die Erfahrung, dass man häufig bei Migränepatienten eine sehr harte, strangartige Muskel-Faszienstruktur findet, die durch den starken Zug das Notprogramm mit auslöst. Mittlerweile nenne ich diesen Strang den Migränedraht, weil er sich oft drahtförmig anfühlt und ähnlich stark und fest zu sein scheint.

Klar ist, wenn so ein Strang im Kopfbereich zieht, führt das zu stärksten Spannungen und Entzündungen, die bei Verstärkung durch Trigger in eine Migräne münden können.

4. Das individuelle Selbsthilfe-Programm
bei Migränekopfschmerz

Ich liebe diesen Schritt, weil ich immer spüre, wie froh die meisten Patienten sind, wenn sie genau wissen, was sie selbst tun können, um ihre Situation positiv zu beeinflussen.

Sie kommen aus der Machtlosigkeit in eine aktive machtvolle Position. Schritt für Schritt finden sie dadurch zu mehr Gesundheit und Wohlergehen und lassen die Migräne hinter sich.

Bei dem Selbsthilfe-Programm geht es um individuelle Übungen, um gezielte Stoffwechselmaßnahmen und um einen umfassenden Gesundheitsplan, der alle Schmerzauslöser im Blick hat.

Natürlich kann es auch sein, dass ich weitere Spezialisten aus meinem Netzwerk hinzuziehe, um spezielle Schmerzauslöser besser in den Griff zu bekommen.

Interessiert Dich als Migräne-Betroffener diese Herangehensweise und Du möchtest wissen, wie Du am besten vorgehen solltest, dann biete ich eine naturheilkundlich-funktionelle Migräneberatung an.

Mir ist es wichtig, möglichst viele Menschen mit diesen Schmerzen zu helfen. Deshalb trage Dich einfach in das Formular ein und mein Team setzt sich mit Dir in Verbindung, um einen geeigneten Beratungstermin und wichtige Eingangsfragen zu besprechen.

Der Clusterkopfschmerz

Da manchmal Clusterkopfschmerzen schwierig von anderen Kopfschmerzarten abgrenzbar sind, möchte ich Ihnen am Anfang zehn Kriterien an die Hand geben, um feststellen zu können, inwieweit die Diagnose Clusterkopfschmerz zutrifft. Zehn Kriterien beim Clusterkopfschmerz
  1. Clusterkopfschmerzen werden über mehrere Wochen attackenartig ausgelöst.

  2. Bis zu achtmal täglich können die Attacken auftreten.

  3. Meistens auch in der Nacht treten die Clusterkopfschmerzen auf.

  4. Eine Attacke dauert 15 bis 180 Minuten an.

  5. Es werden starke links- oder rechtsseitige Kopfschmerzen wahrgenommen.

  6. Schmerzgebiet ist meistens das Auge, die Stirn oder auch die Schläfen.

  7. Die Betroffenen empfinden ein ständiges Bewegungsgefühl und Unruhe.

  8. Typisch sind weiterhin ein tränendes, gerötetes Auge und eine laufende oder verstopfte Nase.

  9. Das Horner-Syndrom beinhaltet ein hängendes Oberlid, verengte Pupillen und ein eingesunkenes Auge und kann ebenfalls als Symptom auftreten.

  10. Nach einem Schmerz-Zeitraum kann es zu einer beschwerdefreien Zeit kommen.

Die allgemeine Vorgehensweise bei Clusterkopfschmerz in der Schulmedizin

Als Erstes untersucht man mittels Magnet-Resonanz-Tomographie, den Kopf-Halsbereich, um mögliche Ursachen frühzeitig zu erkennen. Hat man erstmal, anhand der Symptome, den Clusterkopfschmerz diagnostiziert, untersucht man, ob mögliche Entzündungen in den Blutgefäßen des Halses oder der Nasennebenhöhlen am Schmerzgeschehen beteiligt sind.

So hat man festgestellt, dass ein Großteil der Patienten eine schmerzbefreiende Wirkung mit Sauerstoff hat.

Dabei wird mit einer Gesichtsmaske 100 % Sauerstoff zum Einatmen verabreicht. Des Weiteren werden Triptane eingesetzt, die normalerweise bei stärksten Schmerzen und vor allem bei Migräne von schulmedizinischer Seite her eingesetzt werden. Neuraltherapeutisch wird auch gerne Lidocain oder Procain als Betäubungsmittel eingesetzt.

Die schulmedizinische Art und Weise, Clusterkopfschmerzen vorzubeugen

Letztendlich geht es immer um die Verabreichung von Medikamenten und nicht um das Ausschalten der wirklichen Ursachen. Diese Medikamente nimmt man dann über einen sehr langen Zeitraum, um einen möglichen Clusterkopfschmerz zu umgehen.

Folgende Medikamente werden häufig eingesetzt:

Natürlich sind diese starken Medikamente mit Nebenwirkungen behaftet und man kann nur hoffen, dass sich die verschreibenden Ärzte darüber bewusst sind.

Erst kürzlich war wieder eine Patientin bei mir, die eine Vielzahl von Medikamenten einnahm und trotzdem kaum eine Verbesserung der Lebensqualität gespürt hat. Deshalb wird sogar ein richtiges Management der Nebenwirkungen empfohlen. Von Blutkontrollen, über Herzstrommessungen und Magen-Darmspiegelungen wird ständig überprüft, welchen Einfluss die Nebenwirkungen der Medikamente auf die einnehmende Person haben.

Dabei wird ein großer Aufwand betrieben, um zu reagieren, wenn die Wirkung der Medikamente durch die Nebenwirkung eingeholt wird und den angenommenen positiven Einfluss, in eine lebensbedrohliche Lage für den Patienten umwandelt.

Hierbei ist es immer wichtig sich bewusst zu machen, dass über 2000 Menschen jährlich an den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln sterben. Die Schmerztherapie allein mit Medikamenten ist also ein Tanz auf dünnem Eis und die kurzfristige Schmerzfreiheit wird langfristig in vielen Fällen mit lebensgefährlichen Schädigungen bezahlt.

Wäre es da nicht besser, andere Fragen an den Patienten zu stellen, um eine bessere, auf langfristige Gesundheit ausgerichtete Therapie zu entwickeln?

Welche Fragen könnten das sein?

Gibt es mögliche Grunderkrankungen und wie kann man diese auf natürliche Weise in den Griff bekommen?

Dabei sollte zum Beispiel der Bluthochdruck, der Histamin-Spiegel, die Darmflora, Aminosäureprofil und die Cortisol-Ausschüttung berücksichtigt werden. Das kann man diagnostisch durch Nachfragen erfassen und durch Messwerte untermauern.

Liefert man dann noch eine natürliche Systematik, wie man die Werte verbessert, hat man schon eine gute Basistherapie geleistet, die eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreiche Therapie darstellt.

Wie sind die Grundbausteine im Körper verteilt?

Der Wassergehalt, der Fettgehalt und der Muskelanteil des Körpers sollten in das Gesamtbild einfließen. Ein geringer Wassergehalt lässt auf Dehydration schließen und diese ist für Kopfschmerzen ein wichtiger Auslöser.

Ein hoher Fettgehalt lässt auf eine Begünstigung von Entzündungsprozessen schließen. Natürlich sollte nach der Messung eine gute Beratung mit einem Schritt-für-Schritt-Plan erfolgen, um die prozentualen Anteile positiv zu verschieben.

In welchem Zustand sind die Faszien?

Teilweise leitet sich deren Zustand schon aus den Antworten der oben gestellten Fragen ab. Was aber durch ein Abtasten und Spüren mit den Händen ermittelt werden kann, sind Verhärtungen in der Faszienstruktur, die Schmerzen auslösen können.

Da die Faszien ein wichtiger Einflussfaktor für die Schmerzen sind, gehören sie auf jeden Fall zur Behandlung. Und häufig entdeckt man während der Behandlung in der Tiefe des Gewebes Verhärtungen, die bei Auflösung mit zur Schmerzbefreiung beitragen.

Wie steht es um die Muskelspannung und die dynamische Muskelbalance?
Muskeln werden im heutigen Alltag sehr einseitig belastet.

Auch ich sitze gerade vor dem Bildschirm, anstatt meinen Kopf zu drehen, oder nach oben bzw. nach unten zu schauen. Dadurch verspannen sich die Muskeln und diese erhöhte Muskelspannung führt zu Schmerzen.

Letztendlich wird dadurch auch die dynamische Muskelbalance gestört. Dies bedeutet, wenn sich der Beugemuskel anspannt – also eine Beugung zum Beispiel in der Halswirbelsäule herbeiführt – der gegenüber liegende Streckmuskel entspannt, damit die Bewegung flüssig durchgeführt werden kann.

Das wird meistens durch eine genaue Befragung und durch entsprechende Bewegungstest festgestellt.

Welchen Entzündungsstatus hat der Patient?

Bei den Entzündungen bringt es nichts, einfach mit Cortison oder anderen antientzündlichen Mitteln zu versuchen, die Entzündung zu stoppen.

Gerade bei chronischen Verläufen sollte nach der genauen Ursache für die Entzündung gesucht werden, um langfristig eine Änderung zu erreichen.

Wichtig sind dabei mögliche Toxine (z. B. Kosmetika, Amalgam, Medikamente), Bakterienherde oder physikalische Reize. Erst wenn diese erfasst sind, kann ich ursächlich die Entzündungen, zusammen mit dem Patienten, behandeln.

Hängen die Clusterkopfschmerzen mit bestimmten Ereignissen zusammen?

Dies können Scheidungen, Verluste, aber auch Unfälle und ähnliche einschneidende Erlebnisse sein. Der Körper speichert diese traumatisierenden Erlebnisse im Gewebe und dort sorgen sie für Schmerzen.

Hier ist neben der kundigen Behandlung mit den Händen, auch eine psychische Lösung gefragt. Bei mir in der Praxis wird durch ein gezieltes Mentaltraining das traumatisierende Erlebnis mittels einer Fragetechnik zusätzlich zur Behandlung gelöst.

Leidest Du an Dauerstress und steckst Du in Deinem Stresskreislauf fest?
Mit das Ungesündeste für den Menschen ist Dauerstress. Das bedeutet, es fehlt die regelmäßige Entspannung, um den Körper zu regenerieren.

Das betrifft das Muskel- und Fasziengewebe genauso wie die Zusammensetzung des Blutes, den Stoffwechsel und die Organe. Unter Dauerstress wird das Material überfordert und kann ab einem gewissen Punkt der Materialermüdung keine Funktion mehr ausüben.

Als Höhepunkt dieses Prozesses könnte sich auch ein Clusterkopfschmerz zeigen und genau dann sollten eine Regenerationspause, eine Entspannungskur, ein längerer Urlaub oder zum Beispiel eine heilpraktische Versorgung durchgeführt werden.

Gibt es bestimmte Situationen, Orte, Belastungen, die zu einer Verbesserung der Kopfschmerzen führen?

Diese Frage gibt einen wichtigen Hinweis darauf, ob Umweltbedingungen einen Einfluss auf die Kopfschmerzen haben. Wo können Toxinkonzentrationen lauern, die über das natürliche, gut verkraftbare Maß hinausgehen?

Nahrungsmittel, Zahnersatz, Kosmetika, Medikamente, Luft, Möbel, Reinigungsmittel, Technik, Kunststoffe, Elektrosmog…
Reichern sich diese Belastungen im Körper an, kann es zu stärksten Schmerzen kommen.

Deshalb folgenden Test machen: Einfach die entsprechende Belastung weglassen und mindestens 4–6 Wochen genau beobachten, ob es eine Auswirkung auf die Kopfschmerzen hat.

Beispiel Haarfestiger und Deo: Da darin viele stark reizende chemische Stoffe enthalten sind, könnten sie auch Kopfschmerzen auslösen. Wenn es gar nicht ohne geht, diese Chemie durch Naturkosmetik ersetzen und fühlen, ob es eine Veränderung im Schmerzbild gibt.

Ich hoffe, ich konnte aufzeigen, dass es durchaus einen positiven Lernprozess geben kann, der wirklich an der Ursache ansetzt und in vielen Fällen zu einer Schmerzlinderung führt. 

Wenn Du jetzt selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der sich schon viele Jahre mit Kopfschmerzen plagt, dann nutze die Chance auf eine Kopfschmerz-Analyse-Beratung. 

Gebe einfach in das Formular die Daten ein und mein Team setzt sich mit Dir in Verbindung.

Kopfschmerzen und Schwindel

Immer wieder habe ich verzweifelte Patienten in meiner Praxis, die ständig von Schwindel geplagt sind. Es ist nicht der Schwindel, von dem man eine lange Nase bekommt, sondern eine höchst unangenehme Beeinflussung der Lebensqualität.

Bei absolut harmlosen Bewegungen wie Aufstehen, Nach-oben-Schauen oder beim Laufen, wird den Betroffenen mehr oder weniger plötzlich schwindlig. Das kann so weit gehen, dass sie direkt taumeln oder sogar umfallen.

Durch die Basistherapie, Kenntnis muskulär-faszialer Zusammenhänge, bestimmte Schlüsselpatienten, entsprechende Ausbildungen, langjährige Erfahrung und erprobte Analogien ist es mir gelungen, einen schlüssigen Behandlungsansatz für diese Patienten zu entwickeln. 

Dabei ist mir vollkommen klar, dass gewisse Schwindel- und Kopfschmerzauslöser durch gute Ärzte besser behandelbar sind.

Es gibt aber Schwindel-Kopfschmerzauslöser, die liegen außerhalb des schulmedizinischen Behandlungsraumes und können so nur durch Zufall gelöst werden. 

Meist quälen sich die Betroffenen jahrelang zum Arzt, ohne eine Besserung zu erfahren. So hatte ich eine ältere Patientin, die ihr Leben lang angestrengt in ein Mikroskop geschaut hat, um ihre tägliche Arbeit zu verrichten. 

Durch diese starke Einseitigkeit wurden Nerven und Gefäße so blockiert, dass sie jahrzehntelang an Schwindel litt. Zum Schluss hat man ihr sogar durch das Kappen von Nerven versucht zu helfen.

Leider hatte dies auch keinen Erfolg und erst durch langsames Lösen der verkrampften Muskelfasern stellte sich eine Besserung ein. 

Ich hoffe das man heute keine Nerven mehr durchtrennt. Neben den allgemein bekannten Schmerzbildern, wie Kopfschmerzen, Schulterschmerzen und Rückenschmerzen kommen weiterhin Patienten zu mir in die Praxis und suchen einen Ausweg bei Schwindelattacken. 

Bevor wir uns der Lösung zuwenden, möchte ich kurz die normale Herangehensweise erläutern.

Schwindelattacken und Kopfschmerzen aus schulmedizinischer Sicht:

Schwindel ist in der Schulmedizin keine Krankheit, sondern ein Symptom, welches bei verschiedensten Krankheiten auftreten kann. So wird es als orientierungslose Phase umschrieben, bei der die Augen und das Gleichgewichtsorgan nicht mehr schlüssig zusammenarbeiten. Alles dreht sich, man taumelt – es geht also das Gefühl verloren, wie man seinen Körper im Gleichgewicht hält.

Der Schwindel kann sich in verschiedenen Formen zeigen:

1. Der Schwankschwindel

Beim Schwankschwindel können Leidtragende kaum unterscheiden, ob sie selbst schwanken oder ihre Umgebung. Als Ursache vermutet man oft psychische Auslöser, aber auch muskuläre Ursachen werden angenommen.

Der Patient hat das Gefühl, sich wie auf Watte zu bewegen oder wie auf einem Schiff mit schwankendem Boden. Bei den muskulären Ursachen benennt man den zervikogenen Schwindel als Hauptauslöser. Dabei geht man von Funktionsstörungen im Halswirbelsäulenbereich aus. Diese Annahme wird nicht von allen Fachrichtungen geteilt, aber einige Studien zeigen, dass dieser Bereich eine wichtige Rolle spielt, da durch die funktionell-manuelle Behandlung der Halswirbelsäule oft Verbesserungen erzielt werden.

Die Hauptursache für Schwankschwindel weist man aber dem Bereich der psychisch-phobischen Erkrankungen zu, wie sie z. B. bei vorliegender Höhenangst, Prüfungsangst oder Flugangst vermutet werden. Diese Angstthematik sei sozusagen der Auslöser für den Schwankschwindel.

Diese Angstsituationen werden dann von den Patienten mit Schwankschwindel zunehmend gemieden. Mit Beruhigungstechniken, Psychotherapie und letztendlich auch Medikamenten, versucht man die Situation bei Schwankschwindel in den Griff zu bekommen.

In der Medizin gibt es den Grundsatz, unvoreingenommen heranzugehen und alle möglichen Ursachen in Betracht zu ziehen. Trotzdem sei hier aus meiner Erfahrung die etwas aufrührerische Frage erlaubt:

„Ist es eine Verlegenheitsdiagnose, dass die Hauptursache vom Schwankschwindel im psychischen Bereich liegt?“

2. Der Drehschwindel

Diese Art des Schwindels stellt sich meistens plötzlich und attackenartig ein und kann bis zu mehreren Tagen anhalten. Wenn er gehäuft auftritt, spricht man auch vom Morbus Meniere. Als Leitsymptom gilt hier die Wahrnehmung, dass sich um den Patienten alles dreht und daraus Benommenheit, Fallneigung und Übelkeit resultieren. Gleichzeitig kann es noch zum einseitigen Gehörverlust kommen. 

Egal ob im Stehen oder Liegen – der Betroffene bekommt das Problem nicht gelöst. Als Hauptursache wird eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs angesehen. Der medizinische Ausdruck hierfür ist – Neuritis vestibularis. Dabei ist der linke oder rechte Gleichgewichtsnerv entzündet, sodass eine Seite ausfällt. Diese Einseitigkeit führt zur Desorientierung und krankhaften Raumwahrnehmung. 

Aber es können auch Störungen der Durchblutung, Tumore im Hirnbereich und Nervenschädigungen als Ursache infrage kommen. Zur Therapie setzt man Medikamente, Bewegungsübungen und sogenannte Lagerungsmanöver ein. In stärkeren Fällen und nicht genauer Klärung kann es auch zum chirurgischen Eingriff kommen.

3. Der Liftschwindel

Wie es der Name schon vermittelt, fühlen sich Menschen mit dieser Schwindelart, als ob sie mit einem Lift nach oben oder nach unten befördert werden. Als Ursache gelten hier sogenannte psychische und phobische Angstzustände, die im Alltag durch Stress oder zum Beispiel durch Höhenangst ausgelöst werden. 

Dementsprechend versucht man mit Psychotherapie, Beratung zur Lebensführung, Entspannungstechniken und Bewegungsübungen dem Prozess Einhalt zu gebieten. Zusätzlich werden auch Medikamente eingesetzt.

4. Der Lagerungsschwindel

Diese Erkrankung bezeichnet man auch als gutartigen Lagerungsschwindel, weil seine Episoden relativ schnell und gut behebbar sind. Von einer größeren Problematik, also bösartigen Erkrankung, spricht man, wenn der Lagerungsschwindel anhält und zu immer mehr Einschränkungen und Verletzungen im Alltag führt.
Was sind die Symptome bei Lagerungsschwindel?

Meistens haben die Patienten eine Mischung aus Schwankschwindel und Drehschwindel. Das bedeutet, dass die Orientierung nicht mehr vorhanden ist und die Patienten das Gefühl haben, alles würde sich um sie drehen, bzw. sie keinen festen Boden mehr unter den Füßen haben und alles zu schwanken beginnt.

Dieses Dreh-Schwankgefühl wird bereits durch kleinste Kopfbewegungen ausgelöst und tritt gerade am Anfang sogar in der Liegeposition auf. Das Aufstehen ist kaum möglich und die Betroffenen brauchen unbedingt medizinische Versorgung und die Behandlung eines versierten Facharztes. Das Ganze kann bis zu Übelkeit und Erbrechen führen. Es kann auch ein Nystagmus auftreten. Dies ist eine Zitterbewegung der Augen. Meistens findet dieses Geschehen als anfallartiger Ablauf statt, der wenige Sekunden bis zu einer Minute dauern kann.

Was ist die Ursache für den Lagerungsschwindel?

Beim Lagerungsschwindel handelt es sich um eine Erkrankung, die ihre Ursache im Innenohr hat. Meistens sind Frauen betroffen. Man nimmt an, dass sich kleine Kristalle, auch Otokonien, Statolithen oder Otholiten genannt, abtrennen und im Innenohr für chaotische Bewegungsauslöser sorgen. Das Gleichgewichtsorgan wird dadurch beeinflusst und sendet konfuse, nicht mit der Realität übereinstimmende Signale. 

So wird ein Schwindel ausgelöst. Genaues ist noch nicht wissenschaftlich abgeklärt. Als allgemein auftretende Ursachen hat man Ohroperationen, Entzündungen, Traumata, ein fortgeschrittenes Alter und Bettlägerigkeit festgestellt, ohne genau die Zusammenhänge herleiten zu können.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Auf jeden Fall sollte ein geschulter HNO-Facharzt diese Erkrankung abklären. Warum betone ich immer wieder geschulter Facharzt – weil viele Ärzte nur noch bildgebende Verfahren auswerten und beurteilen können, aber die korrekte Diagnose eine gewisse praktische Komponente benötigt, die zwar einfach, aber korrekt durchgeführt werden muss.

Als erstes untersucht der Arzt zum Beispiel, ob ein Nystagmus vorliegt. Dazu provoziert er einen schnellen Lagerungswechsel mit einer bestimmten Positionsveränderung. Dieses Diagnoseverfahren nennt man Dix-Hallpike-Lagerungsprobe. Des Weiteren kann die Frenzelbrille eingesetzt werden, um den Nystagmus, der durch den Lagerungsschwindel ausgelöst wird, genau zu diagnostizieren.

Behandlung des Lagerungsschwindels

Der Arzt kann erst einmal konventionell Physiotherapie und teilweise auch Medikamente verschreiben. Des Weiteren werden auch zwei Übungen empfohlen. Dabei werden die Kristalle an Positionen verschoben, wo sie das Gleichgewichtsorgan nicht irritieren können. Gerade am Anfang sollten diese Übungen nicht ohne Betreuung ausgeführt und fachkundig angeleitet werden. Später können diese Übungen auch im häuslichen Umfeld durchgeführt werden. 

Die Hauptübungen nennt man Epley-Manöver und Semont-Manöver. Nach diesen Übungen ist das Akutstadium meistens nach mindestens zehn Tagen überwunden.

Allgemeines zum Thema Schwindel:

Gerade in der Anfangsphase der Schwindelattacken und Vorfälle, ist es durchaus zu empfehlen einen Facharzt aufzusuchen, der zum Beispiel einen Lagerungsschwindel ausschließt oder fachmännisch behandelt. 

Sollten aber die Schwindelattacken anhalten und der behandelnde Arzt schon zu Medikamenten greifen, die teilweise sehr heftige Nebenwirkungen haben können, so sollte man alternative Methoden prüfen. 

Das kann im zweiten Schritt eine Physiotherapie sein und führt diese nicht zum Erfolg, so sind weitere natürliche Therapieschritte – zum Beispiel mit dem von mir erstellen Programm empfehlenswert.

Welche Fragen ich beim Thema „Schwindel“ aus meiner praktischen, mit vielen Erfahrungen verbundenen Sicht unbedingt stellen würde?

  1. Welches Trinkverhalten hat der Patient?
    Hintergrund: Flüssigkeitsmangel kann zu Schwindelgefühlen führen und ist gerade bei älteren Personen nicht selten.

  2. Wie ausbalanciert ist die Halswirbelsäule?
    Hintergrund: Bestimmte Fehlstellungen können direkt Schwindel auslösen.

  3. Wie verspannt ist die Muskulatur im gesamten Halsbereich?
    Hintergrund: Bestimmte Muskeln können direkt bei bestimmten Bewegungen Schwindel auslösen und sollten erstmal getestet werden.

  4. Wie ist der Allgemeinzustand? Liegt eine starke Übersäuerung oder/ und eine starke toxische Belastung vor?
    Hintergrund: Meistens habe ich eine Mischform aus verschiedenen Auslösern vorgefunden, wobei die Übersäuerung, oder auch die toxische Belastung den Schwindel mit als Auslöser befeuert haben

Damit Du einen Eindruck bekommst, wie so ein Fall in der Praxis aussieht, beschreibe ich Dir im Folgenden ein Patientenbeispiel:

Es war ein ganz normaler Praxistag mit zwei  VITARTIC -Kursen und einigen Schmerzpatienten. Als ich mittags auf das Telefon schaute, las ich eine Nachricht, in der im gebrochenen Deutsch nach einem Termin für die Mutter gefragt wurde. Sie hätte Probleme mit Schwindel und der Halswirbelsäule. Sie hätten schon drei Krankenhäuser und eine Woche stationären Aufenthalt hinter sich gebracht und wollen jetzt am letzten Tag des Aufenthalts in Deutschland noch einen Termin. 

Mir hatte kurzfristig ein Patient abgesagt und so konnte ich für nachmittags einen Termin vergeben. 

Tochter und Mutter kamen dann in die Praxis und mit der Tochter als Dolmetscherin führte ich eine Anamnese durch. Die Unruhe der Patientin und die plötzlichen Schwindelattacken zeigten mir schon bald, dass es sich um ein schwerwiegendes Problem handelte. 

Ich löste vorhandene Muskelverspannungen mit der Neuro-Pressur. Aber der Muskeltonus fuhr nur leicht herunter. Die Symptomatik klang ein bisschen ab, es kam aber immer wieder zu Schwindelattacken. 

Mir wurde bewusst, dass nicht die Muskulatur der Hauptauslöser war, sondern eine andere Ursache vorlag. Ich machte eine noch genauere Anamnese und schloss auf eine starke Vergiftung des Körpers. Somit lag ein erhöhter Entzündungsreiz vor, der zu plötzlichen Fehlspannungen und Schmerzen führte. 

Ich führte eine Nachanamnese auf bestimmte Toxine durch und stellte vordergründig Blei und Aluminium fest. Es wurde zusammen mit der Patientin ein Entgiftungsplan aufgestellt und spezielle Übungen für die Halswirbelsäule mitgegeben. Trotz, dass sich nur eine leichte Verbesserung in der Behandlung zeigte, war ich voller Zuversicht, dass sich die Situation damit langfristig verbessern würde, da die Patientin selbst Allgemeinärztin war und die Erläuterung zusammen mit dem Therapieplan, trotz der Sprachbarriere, gut aufnahm. 

Wir hielten die nächsten Wochen den Chatkontakt und so wurde zum Beispiel die Teedosierung angepasst. Nach drei Wochen konnte die Ärztin wieder arbeiten. Die Schmerzen und der Schwindel waren zu fast hundert Prozent verschwunden.

Trifft das zu, dann melde Dich jetzt an und nutze die Chance auf ein kostenloses Beratungsgespräch.

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